Beileids Gedichte

Stirbt jemand, den man kennt, dann ist das vor allem für nahe stehende Personen ein großer Verlust, der kaum zu verkraften ist. Die Betroffenen können zu dieser Zeit wirklich jede emotionale Unterstützung gebrauchen. Beileidsgedichte mit etwas finanzieller Unterstützung können da schon viel helfen. Einige Gedichte über Beileid haben wir hier für Sie zusammengetragen.

Ein schwaches Stäbchen ist die Liebe,
das deiner Jugend Rebe trägt,
das wachsend bald der Baum des Lebens
mit seinen Ästen selbst zerschlägt.
Und drängtest du mit ganzer Seele
zu allerinnigsten herein,
du wirst am doch, am Ende
nur auf dich selbst gelassen sein.
Theodor Storm


So lang uns noch die Jugend blüht,
ergreift oft, ehe wirs gedacht,
grundlose Trauer das Gemüt
und unsre Tränen fließen sacht.
Doch wem des Alters Eulenflug,
die Stirne streifte kalt und schwer,
Zur Trauer hätt er Grund genug,
nur hat er keine Tränen mehr.
Betty Paoli


Blumen der Liebe bringen wir euch ans Grab,
weil man euch sonst nichts zu schenken vermag.
Stehend an dem Ort, der euch Heimat nun ist,
fühlen wie schmerzlich unser Herz euch vermisst.
Zünden ein Lichtlein der Liebe euch an,
beten für euch und verlassen euch dann.
Tränen der Trauer, die machen uns blind,
dass man das Licht der Liebe kaum find'.
Nur noch ein Blick nach dem traurigen Ort,
müssen euch verlassen, müssen von euch fort.


Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen mitten in uns.
Rainer Maria Rilke


Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird.
Immanuel Kant


Jeder Tag ist der Anfang des Lebens.
Jedes Leben der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke